Bewegungsvielfalt

Ramona Krone

Tai Ji Quan


Übungen zur Förderung der Gesundheit, der Meditation, der Selbstverteidigung und der Kampfkunst haben eine lange und bedeutende  Tradition in China.

Über die Jahrhunderte entwickelten sich die unterschiedlichsten Stile. Die in Europa verbreitetsten Formen sind der Yang- und der Chenstil.

Es gibt Tai Ji - Formen, die mit Stock, Fächer, Schwert, Säbel etc. ausgeführt werden.

Tai Ji Quan erlernt jeder allein, Pushing Hands übt man zu zweit.

Das Ziel der Übungen ist das Gleichgewicht von Yin und Yang herzustellen.

Yin und Yang sind die zwei gegensätzlichen Pole. Sie bilden immer eine Einheit.

Die Grundidee des Tai Ji Quan ist das fortwährende Wechselspiel dieser Gegensätze während eines Bewegungsablaufs. Mehrere Bewegungsbilder mit sehr poetisch klingenden Namen werden miteinander verbunden und  hintereinander ausgeführt, einer Choreografie ähnlich, und haben dabei immer einen Selbstverteidigungsaspekt. Die Bewegungen sind wie im Qi Gong ebenfalls weich fließend. Der stete  Wechsel der Gegensätze wird folgendermaßen beschrieben:  nach einer vorwärtsschreitenden Bewegung erfolgt immer ein Rückzug, nach einer Aktion erfolgt immer Ruhe.

Bezeichnend für Taiji ist die Entspannung und das  Zentrieren zur Körpermitte; Bewegungen werden nur von dort aus ausgeführt. Die hohe Konzentration auf die Bewegungen, die fein aufeinander abgestimmt werden, damit sie so harmonisch und weich erscheinen, bilden die Grundlage für die verschiedensten Formen des Taiji zum alleinigen Üben.

Da Taiji auch eine Kampfkunst ist, gibt es die verschiedensten Partner- und Waffenübungen. Hier ist das Ziel, durch mentale Trainingstechniken, wie z.B. das Investieren ins Verlieren und das Erlernen keinen Widerstand zu setzen, seinen Stand ohne Anstrengung zu behaupten.